Anna Szablyár mit einer selbstgebackenen Torte.

Kodolányi János Fõiskola - Székesfehérvár

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Szabad-party 2006. december 7.

 

 
 
 

Foto: Majorosi Anna"Ein weiteres Paradoxon im Sprachunterricht wird in der Literatur mit “Lehrparadoxon” bezeichnet. Der Widerspruch entsteht aus dem Unterschied zwischen schulischen Kontext und realen Situationen. Man könnte es auch als “Situationsparadoxon” bezeichnen. Lehrer wollen nämlich im kommunikativen Fremdsprachenunterricht den Lernern beibringen, wie sie außerhalb des Unterrichts kommunizieren sollen (vgl. Edmondson / House 2000: 250). Um dieses Ziel zu erreichen, wird im Unterricht “der Ernstfall” geprobt. So werden Situationen im Unterricht nachgestellt, dass z. B. der Lerner als Reisender oder als Kunde etc. agiert. Diese Unterrichtsituation ist in der Regel künstlich. Der Lerner outet sich nämlich nicht als Lerner. Er übernimmt für den Unterricht Rollen, die auf alltäglichen Situationen basieren. Dieser Unterricht bietet nur wenig Möglichkeiten zu normalem kommunikativem Verhalten an, in denen sich der Lerner als Person äußert, ohne dass er eine fremde Identität auf sich nimmt."
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Reder Anna: Paradoxa im DaF-Unterricht

 
 
 
 
   
 
 

Foto: Majorosi Anna "Anfang der 70er Jahre brauchte man sich den Kopf nicht zu zerbrechen, aus welchem Lehrbuch man die deutsche Sprache unterrichten sollte. Als die jungen Germanisten, die ihre Ausbildung gerade abgeschlossen und ihre pädagogische Laufbahn als Deutschlehrer/innen angefangen hatten, gab es pro Schultyp und Jahrgang ein vom Bildungsministerium vorgeschriebenes Lehrbuch. In dieser Zeit wurden gerade neue Schulbücher herausgegeben. Ende der 70er Jahre wurde dann der Lehrplan wieder erneuert, und zur Umsetzung der Anforderungen wurden parallel zum Lehrplan auch neue Lehrbücher erstellt. Diese Bücher wurden nach ihrem Autor identifiziert. Bis zum Ende der 80er Jahre hatte man im öffentlichen Schulunterricht eigentlich die Qual der Lehrbuchwahl nicht gekannt."    
¤ Petneki Katalin: Lehrbücher des Deutschen in Ungarn

 
 
 
   
 
 

Foto: Majorosi Anna "Dem handlungs- und produktionsorientierten Ansatz der Literaturdidaktik wird häufig zum Vorwurf gemacht, er vernachlässige das Verstehen und Interpretieren des Textes im Sinne des Autors (hermeneutischer Ansatz) und beschränke sich auf mehr oder weniger geglückte Manipulationen am Text, der sich nicht dagegen wehren könne. Übersehen wird dabei, dass der produktionsorientierte, „handwerkliche“ Umgang mit dem Text ein wie auch immer geartetes vorgängiges Verstehen / Interpretieren des Textes durch den Leser / die Leserin voraussetzt, das ihn oder sie überhaupt erst in die Lage versetzt, den Text im eigenen Sinne zu verändern. Und wenn im Unterricht Deutsch als Fremdsprache die „Manipulation am Text“ die besondere fremdkulturelle Wahrnehmung des Textes durch die Deutschlernenden offenbart, so offenbart sich im Vergleich mit dem Original gleichzeitig dessen Bezug zu einem anderen soziokulturellen Kontext, nämlich dem des Autors / der Autorin."
¤ Eva-Maria Jenkins: Ich habe Brot gekauft und rote Rosen geschenkt bekommen