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2007. ÉVFOLYAM - 1-2. SZÁM

Szerkesztőség: Német rezümék



Donáth, Péter –  Frau Preska, Gáborné:
Diplomausgabe an den Lehrerbildungsanstalten und die Versicherung des Berufsnachwuchses in der österreichisch-ungarischen Monarchie.
Die Autoren stellen anhand zeitgenössischer Quellen dar, in wie weit die Diplomausgabe den grundlegenden Zielen der Lehrerbildungsanstalten entsprach. Sie untersuchen, ob dadurch der Pädagogennachwuchs für die Grundschulen - die dank des Volksschulgesetzes 1868 stark gefördert wurden - gesichert wurde.
 Anhand von Diagrammen, Angaben,  Grafikons und durch die Anzahl und Charakter der ausgegebenen Diplome wird es dargestellt, welche Religionen und Nationalitäten in den Institutionen vertreten waren. Es stellt sich heraus, wie die Unterrichtssprachen die Lehrerbildung und die bildungspolitischen Bestrebungen des Dualismus beeinflussen. Die ein halbes Jahrhundert umfassende Forschung gibt eine Zusammenfassung und zugleich eine Anregung zur Aufdeckung weiterer Zusammenhänge, in dem sie Teil des wissenschaftlichen Diskurses ist. Die gesellschaftswissenschaftliche und statistische Untersuchung der Lehrerbildung sollte durch Offerten unterstützt werden.

Gróz, Andrea:
 Die Erziehung zur Disziplin in den pädagogischen Büchern der Monarchie.
Die Frage der Erziehung zur Disziplin – dank vielen vorangehenden Forschungen –ist das bedeutendste Forschungsgebiet in der Erziehungsgeschichte. Die Autorin untersucht  vier erziehungswissenschaftliche  Studien aus dem 19.Jahrhundert aus einem ganz anderen, bisher ungewöhnlichen Gesichtspunkt, in dem sie den Unterrichts- und  Erziehungsprozess in den Mittelpunkt stellt.
Sie hat in ihren Untersuchungen  die didaktischen und methodischen Aspekte, sowie die Erziehungstheorie berücksichtigt.
(Die behandelten Bücher: Környei, János, 1875: A tanító az iskolában; Molnár, László, 1881: A tanítás tankönyve; Joseph Goerth,1888: A tanítás művészete; Kőrösi, Henrik, 1900: Pedagógiai kalauz. A népnevelés számára.)
Als Fazit stellt die Autorin in einer Tabelle die annehmbaren und die unakzeptablen Disziplinierungsmethoden dar.

Miklós, Zoltán:
 Lehren und Lernen an der Ludowika-Akademie
Die Militärbildung/Offizierbildung an der Ludowika-Akademie wies sehr viel Positives trotz der Krise in der Gesellschaft und in der Wertordnung auf. Sie gab den Zöglingen Geistesbildung, Körperkultur, sie passte die Erziehung den Erwartungen und Traditionen der menschlichen Lebensgemeinschaft an. Sie erzog zur Vaterlandsliebe und rief die moderne Offizierbildung in Ungarn ins Leben.
Der Autor untersucht die Umstände des Lernens und Lehrens an der Akademie( Lehrpläne, Inhalte des Unterrichts, Stundenpläne, Konzepte, Methoden und die unterrichtstechnischen Instrumente), und dadurch stellt die inhaltlichen Bezüge und die geschichtliche Rolle in der militärischen Elitenbildung dar. Nach der Ansicht des Autors wurden in der Institution zahlreiche moderne pädagogische Methoden verwendet, die später in einer anderen Form - unter gewissen historischen Umständen - auch in der Zivil- und Halbzivilbildung  - existenzberechtigt waren.

Géczi, János:
  Kultur der Schule: Erziehung und Wissenschaft. Die Geschichte der      Zeitschrift „Iskolakultúra”(I. Teil)
Die Euphorie des ungarischen Systemwechsels (1989-1990) brachte gewisse Änderungen sowohl in der Gesellschaft als auch in der Pädagogik mit. Die Manifestierung der theoretischen und praktischen Pädagogik - die den neuen Ansprüchen entsprechen konnte - war die Umwandlung der pädagogischen Zeitschriften. Ach bei den alten Zeitschriften war eine gewisse Veränderung zu beobachten, was den Inhalt, die Autoren und in einigen Fällen auch den  Titel betrifft.
János Géczi - auch heute Chefredakteur bei der Zeitschrift „Iskolakultúra” – stellt die Geschichte der bedeutendsten erziehungswissenschaftlichen Zeitschrift in zwei Teilen dar, schildert ihre Auswirkung auf die Erziehungswissenschaft und ihre pädagogisch-konzeptionellen Evidenzen.

Surányi, István :
Die sozialistische Bildungspolitik in den Grundschulen in Székesfehérvár (1948-1990) II. Die Kádár- Ära (1956- 1990)
Der Autor stellt die Bildung an den Grundschulen in Székesfehérvár im Spiegel der Geschehnisse der ungarischen Geschichte (1956-1990) dar. Er schildert die Auswirkung der Bildungspolitik auf die organisatorische und inhaltliche Arbeit der örtlichen Grundschulen,  untersucht Personal, Infrastruktur, Beziehungen und die Tätigkeit dieser Institutionen.
Der Autor geht auch auf die Tätigkeit der Schuldirektion und Schulinspektion ein, erwähnt die Erwartungen, die auch unter den veränderten Umständen die pädagogische Arbeit der einzelnen Institutionen bestimmen.
Im Fazit werden sogar die Probleme und Veränderungen der örtlichen Einschulung um die Jahrhundertwende und in dem  21.Jh. erwähnt. Die Studie wurde mit einem gut ausgebauten Literaturapparat zusammengestellt.

 

Pallos, Zsuzsanna:
 Schwedische Erziehungsgeschichte in der Vikingzeit und im Mittelalter.(II. Teil)
In der Fortsetzung der Studie geht es um die Übergangsphase von der Vikingzeit in die Epoche des Christentums. Die Autorin stellt die pädagogischen Bezüge und die Einschulung     dar. Sie schildert und analysiert die Struktur der kirchlichen Schulen, und bewertet ihre Rollen in der Bildung. Erwähnt werden die Domkapitel als Schulträger, die Domschulen, die Klosterschulen und die städtischen Schulen und zugleich auch die Lehrerpersönlichkeiten und andere bedeutende Persönlichkeiten, die in dem Schulwesen eine wichtige Rolle spielten.
Als Abschluss schreibt die Autorin über die Auslandsstudien und über die Entstehung der ersten heimischen Universität und auch über die Adelserziehung.

Báthory, Zoltán:
Die Gesellschaftspädagogik von Árpád Kiss
Árpád Kiss(1907-1979) war eine bedeutende Persönlichkeit der ungarischen progressiven Pädagogik. Anlässlich seines 100. Geburtstags wurde eine Erinnerungskommission gegründet. Die bedeutenden Vertreter der Erziehungswissenschaft und auch Pädagogen gedenken seiner Persönlichkeit an Konferenzen und in verschiedenen Publikationen. Der Autor erwähnte in der Sitzung der Erinnerungskommission die wichtigsten Thesen der Gesellschaftspädagogik von Kiss und sprach von der Praxis, deren Elemente als  geistiges, wissenschaftliches und praktisches Erbe für die heutige Pädagogik gelten.

Kiss, Endre:
 „…der frei Mensch, der sich mit den Problemen des Geistes beschäftigt…” (Ein Versuch, das geistige Gesicht von Árpád Kiss zu definieren)
Das Lebenswerk von Árpád Kiss, seine denk- und intelligenzgeschichtliche Rekonstruktion, seine Interpretation im geschichtlichen Kontext und seine Absicht ergeben sich für den Autor selbstverständlich, da die Persönlichkeit von Árpád Kiss, seine markante Denkweise in dem öffentlichen und wissenschaftlichen Leben der Pädagogik in Ungarn – mal latent, mal offen – anwesend sind. Der Autor beurteilt zahlreiche Aspekte des Lebenswerkes seines freidenkenden Vaters aus philosophischem Gesichtpunkt aus.

Berta, Annamária:
 Die Jugendjahre von Kunó Klebelsberg in Székesfehérvár
Kunó Klebelsberg war ein hervorragender Kulturpolitiker der Erziehungsgeschichte und Minister für Religion- und Unterrichtswesen zwischen 1922-1931. Er war an Székesfehérvár, die Stadt der Könige und Königinnen durch vieles gebunden. Nach dem frühen Tod seines Vaters (der Rittmeister war) zog seine Mutter zu ihren Eltern nach Székesfehérvár. So werden den Charakter von Kunó Klebelsberg Impulse von den Großeltern, der kleinadeligen Familie Farkas aus Felsőőr (Transdanubien) sowie dem Zisterziensergymnasium geprägt haben. All das verhalf ihm zu einer Bildung vom hohen Niveau und stellte für ihn als folgenswertes Beispiel für das spätere politisch-wissenschaftliche Leben dar.

Baksa, Judit:
 Szabó Dezső pedagógiai szemlélete Die pädagogischen Ansichten von Dezső Szabó
Dezső Szabó (1879-1945), der zu seinen Lebzeiten ein populärer Schriftsteller war, lehrte einige Schuljahre an mehreren Gymnasien. Als Frucht seiner pädagogischen Tätigkeit schrieb er in mehreren Werken seine Erziehungs- und Unterrichtsgrundsätze nieder, die er bei seiner Arbeit befolgte, und die seiner Meinung nach in einem breiteren Kreis hätten befolgt werden sollen.
Aufgrund der Werke von Dezső Szabó analysiert un beurteilt der Autor die Erziehungsziele, Unterrichtsmethoden und die Ansichten über den Mutter- und Fremdsprachunterricht des Schriftsteller-Pädagogen.

Gróz, Andrea:
Die Frage der Lehrerinnenausbildung im László Molnárs Pädagogikbuch aus dem 19. Jh.
László Molnár, ein ausgezeichneter Repräsentant der Fachliteratur der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, verfasste zahlreiche Fachbücher für Pädagogikstudenten und –studentinnen. Andrea Gróz analysiert und beurteilt aufgrund des Werkes A tanítás tankönyve (Das Lehrbuch des Lehrens) die mit der Lehrerinnenausbildung zusammenhängenden Probleme, die schon im 19. Jh. profiliert zum Vorschein kamen.
Molnár betont in seinem Lehrbuch, die Lehrerinnen spielen bei der Erziehung von kleinen Kindern eine bedeutende Rolle und deshalb sind sie wertvolle Akteure im ungarischen Unterrichtswesen.

Bara, Zsuzsanna:
 Die „unbekannte” Prosopographie
Der Autor behandelt die Entstehungsgeschichte und die Bedeutung des Begriffs Prosopographie aufgrund Lawrence Stones Definition von 1971. Nach Stone ist die Prosopographie die Erforschung einer Gruppe von Personen der Geschichte, die die gleichen Charakteristika haben und die kollektive Studie über ihr Leben. Der Autor stellt vor, welche Gebiete der Sozialwissenschaften zur prosopographischen Erschließung geeignet sind, und er beschreibt, was für den Zusammenhang zwischen Biographie und Posopographie charakteristisch ist. Am Ende des Werkes ist ein reiches Literaturverzeichnis zu finden.

Habók, Anita:
 Friedrich Fröbels romantisches Bild über das Kind
Die meisten europäischen Forschungsergebnisse bereichern unsere Kenntnisse über die pädagogischen Ansichten und Tätigkeit von Fröbel. Außer seiner Grundsätze, die sich auf die Erziehung im Kindergarten beziehen, müssen auch seine Ansichten über die Entwicklung des Kindes unter die Lupe genommen werden, da letztere Fröbels pädagogische, erziehungsgeschichtliche Beurteilung bedeutend beeinflussen. So kann dann Fröbels romantisches Bild über das Kind gemacht werden, das sich aus der romantischen Metaphysik der Erziehung ableiten läßt. Anita Habók stellt zusammenfassend fest, dass sich Fröbels romantische Antrophologie des Kindes auf die Theorie und Praxis von Pädagogik bedeutend auswirkt.

Vincze, Zoltán:
Die Entstehung der Schule für Archäologie in Klausenburg
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden in Ungarn - und so auch in Siebenbürgen – zahlreiche Landvereine zur Gründung von Museen. Sie setzten sich zum Ziel, die Werke der verschiedenen Regionen zu retten, zu sammeln,  bekannt zu machen und wissenschaftlich zu verwenden. Einer der Archäologen, die bei den Schulgründungen mitmachten, war Béla Posta (1862-1919). Er war zunächst in Ungarn tätig, danach wurde er Leiter des Lehrstuhls für Archäologie in Klausenburg. In Vinczes Werk werden Postas Tätigkeit und die seiner Schüler, sowie die Geschichte der Archäologenausbildung in Klausenburg kurz vorgestellt.

Horánszky, Nándor:
 Eine literarische Offenbarung der Lehrerkultur am Anfang des 20. Jahrhunderts
Der Autor stieß im Familiennachlass auf zwei Briefe des Realschullehrers Ernő Bászel (Bánkúty) (nach 1883-1941), die Bászel 1908 an den Schriftsteller und Historiker Lajos Horánszky (1871-1944) wegen der Veröffentlichung der auf Deutsch verfassten Briefe zwischen János Batsányi und seiner Gattin Gabriella Baumberg schrieb. Der Inhalt  der zwei Briefe zeugt davon, wie engagiert die Mittelschullehrer hinsichtlich ihrer Arbeit und schöpferischer Tätigkeit waren.

Killyéni, András:
 Trainings und Turnübungen zwischen 1868 und 1918 in Klausenburg
Vor dem Ersten Weltkrieg erlebte das ungarische Sportleben in Klausenburg seine Glanzzeit. Dabei spielten auch die Sportlehrer eine wichtige Rolle. Der Autor stellt die Ereignisse der Sportgeschichte vom 19. Jh. an vor. Danach analysiert und beurteilt er das örtliche Sportleben aufgrund der Reformbestrebungen im Unterrichtswesen. Er geht dabei auf die Rolle von Lajos Molnár und Lajos Felméri ein.

Nekrolog. László Felkai 1920-2007. (Elemér Kelemen)
Der ehemalige Schüler und Kollege, der den Nekrolog schrieb, gedenkt freundlich, den privaten und beruflichen Kontakt erwähnend der hervorragenden Persönlichkeit der ungarischen Erziehungsgeschichte, die zahlreiche Bücher und Studien – vor allem über das 19. Jh. – verfasste. Durch den Nekrolog nehmen der Autor, die Pädagogengesellschaft und das wissenschaftliche und öffentliche Leben Abschied von dem auch international anerkannten Pädagogen.

Szabolcs, Éva (Hg.): Pedagógia és politika a XX. század második felében Magyarországon

Die Vorträge der 3. Kiss Árpád Gedenkkonferenz





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