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2004. ÉVFOLYAM - 3-4. SZÁM

Szerkesztőség: Német rezümé



1. Die Pädagogik des nahen Ostens in den pädagogischenWerken des Westens. – Unsere Zeit bedingt eine Erziehungs- und Kulturgeschichte, die sich auch mit fremden Völkern und deren Kultur befasst. Eine wichtige Rolle bekommt dabei das Kennenlernen des Islams als Weltreligion v. a. in seiner kulturellen Bedeutung, da die Pädagogik des Islams im Mittelalter bislang keinen gebührenden Platz in den pädagogischen Fach- und Lehrwerken fand. Will man eine „universelle” Pädagogik betreiben, wie das der Anspruch der ungarischen Pädagogen seit eher ist, sollte man auch den Anspruch haben die Welt umfassender zu betrachten und kennenzulernen.
In einem historischen Überblick werden Fachliteratur der letzten 150 Jahre über die islamische Pädagogik, erschienen in den wichtigsten europäischen Sprachen, ihre Autoren und Quellennachweise vorgestellt. Die Verfasserin des Artikels ist Forscherin der muslimischen Kultur und Universitätsdozentin.

2. Eine neue Erziehung: das Gestern für das Heute? – Adolphe Ferriere fasste 1915 ein Maximalprogramm für eine wirklich „neue Schule” in 30 Punkten zusammen. In dem folgenden Artikel werden die Gedanken dieses bedeutenden, frühen Vertreters der Reformschulen von dem französischen Wissenschaftler, dem heutzutage europaweit anerkannten Erziehungsphilosophiker, Professor J. Houssay, untersucht. Der Professor von der Universität Rouen stellt die Behauptung auf, dass die früheren Vorstellungen zur Verbesserung der intellektuellen und ethischen Erziehung bislang keine Verwirklichung gefunden, in dem letzten Jahrhundert zu der Erneuerung der schulischen Erziehung nichts beigetragen hätten. So könnten die fast vor 90 Jahren verfassten Gedanken von Ferriere auch heute noch zu einem wichtigen Bestandteil der pädagogischen Innovation werden.

3. Das Erbe der Amália Bezerédj (1804-1837). – Das folgende Essay vermittelt ein umfassendes Bild über Leben und Werk dieser früh gestorbenen, begabten, originell denkenden Schriftstellerin, Komponistin und Kindergartengründerin der Reformzeit. Es wird vorgestellt, mit welchen Methoden sich Bezerédj für die Verbreitung der Reformideen des 19. Jhs., die Erneuerung des allgemeinen ungarischen Lebensstils, für die Rolle der Frau im öffentlichen Leben, die Verwirklichung einer harmonischen Erziehung in der Familie, die Gründung von Erziehungsanstalten für Kleinkinder und Pädagogischen Instituten, für die Volkserziehung, die Einführung des Unterrichts in der Muttersprache, die Kunsterziehung und die Verbreitung des europäischen Kulturerbes in Ungarn eingesetzt hat. Bezerédjs Hauptwerk, „Das Buch von Flori”, ist ein echtes Hungaricum. Das Essay erscheint 200 Jahre nach der Geburt von Bezerédj und wird durch eine ausführliche Chronologie ergänzt. Die Autorin des Essays ist Hochschullehrerin und Institutsleiterin.

4. Sollen wir nach Europa? Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen den ungarischen und den europäischen Kindergartensystemen von 1828 bis 1998. – In diesem Essay, entstanden aus dem Anlass des Beitritts Ungarns der Europäischen Union, werden die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen den ungarischen und europäischen Kindergartensystemen untersucht, angefangen mit dem ersten Kindergarten in Ungarn, der 1828 gegründet wurde bis zum Ende des letzten Jahrhunderts. Es werden die Initiativen und Gemeinsamkeiten dargestellt, die die ersten ungarischen Kindergartenpädagogen mit Fröbel, Pestalozzi und Maria Montessori, die Pädagogen in den letzten Jahrzehnten und heute mit den Bestrebungen von Kindergartenpädagogen in Japan verbinden. Eine wichtige Feststellung des Artikels ist, dass die Methoden der europäischen und japanischen Pädagogen, verbunden mit den ungarischen Traditionen kritisch und erfolgreich angewandt worden seien. Die Arbeit der ungarischen Pädagogen verdiene demnach Anerkennung. Die Verfasserin des Artikels ist Hochschullehrerin.

5. In dem Artikel Die Frühzeit der Kindergärten in Europa im Spiegel von Teréz Brunswicks Briefwechsel werden durch die Analyse bislang unveröffentlichter Briefe aus dem Briefwechsel der ungarischen Gräfin mit Joseph Wertheimer, dem Übersetzer von Wilderspins Handbuch aus den Jahren 1826 – 1828, neue Informationen über den ersten, von Teréz Brunswick gegründeten Kindergarten vermittelt. Nach einer Darstellung der früheren Untersuchungen über die Arbeit der Gräfin und über den Kindergarten wird der Einfluss von Wilderspins Werk auf Teréz Brunswick geschildert. Es werden mehrere irrtümlichen Annahmen aus der pädagogischen Fachliteratur über den ersten Kindergarten in Ungarn korrigiert. Die Zusammenarbeit von Teréz Brunswick und Joseph Wertheimer, ihre Bestrebungen die modernste Form der vorschulischen Erziehung, sog. Infant shoolok, zu verbreiten, kann man beispielhaft nennen.

6. Ungarischunterricht im 19. Jh. - Ungarisch als Staatssprache. – Einen wesentlichen Teil der ungarischen Erziehungsgeschichte macht die Geschichte der Volksschulen im Gebiet des historischen Ungarns, d.h. auch in den Gebieten, die heute außerhalb Ungarns Staatsgrenzen liegen, in der Zeit des Dualismus aus. Die Wechselbeziehungen und die Wirkung der Arbeit des Ministeriums für Unterrichtswesen mit der und auf die Volkserziehung im 19. Jh. blieben dabei in vieler Hinsicht bislang unerforscht. Es ist wichtig, durch die Forschung der Wirkungen der vom Ministerium für Unterrichtswesen erlassenen Gesetze auf den Unterricht in den Volksschulen, durch die Forschung der Geschichte der einzelnen Regionen und die Analyse zeitgenössischer Quellen über die Auswirkung der Verordnungen und über die Praxis in den Volksschulen in der Zeit des Dualismus ein authentisches Bild zu gewinnen. Der Minister für Unterrichtswesen, Ágoston Trefort, hat vor 125 Jahren das Gesetz erlassen, dass Ungarisch auch in Volksschulen mit einer anderen Unterrichtssprache als Ungarisch unterrichtet werden muss. Im folgenden Artikel wird dieser Prozess beschrieben.

7. Der reformatorische Volksunterricht im Gebiet Küküllő am Ende des 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jhs. – In diesem Gebiet, das sich in Siebenbürgen im heutigen Rumänien befindet, gab es ab dem 17.Jh. Volksschulen. In dem folgenden Artikel wird geschildert, wie der Unterricht in diesen Schulen in eineinhalb Jahrhunderten verändert und verbreitet wurde und unter welchen Bedingungen er stattfand: wie sich das Lehrpersonal zusammensetzte, wie die Schulen waren und unter welchen Gesichtspunkten die Schulen, die Unterrichtsmaterialien, die Unterrichts- und Erziehungsmethoden untersucht und weiterentwickelt wurden. Außerdem können wir in diesem Artikel Lehrwerke, die in der ersten Hälfte des 19.Jhs. als typisch galten, kennenlernen.

8. Die Geschichte der Pädagogik in den Gymnasien im Komitat Békés nach Trianon. – Im Komitat Békés im Südosten Ungarns ist die Forderung nach Mittelschulen ab der zweiten Hälfte des 18. Jhs. immer stärker geworden. In dem folgenden Artikel werden die Voraussetzungen für das und die Verwirklichung des Gymnasialunterrichts in diesem Gebiet vorgestellt, weiterhin unter welchen Voraussetzungen und wo genau diese Institutionen entstanden und arbeiteten. Die immer größer werdende Zahl der Schüler zeigt die Notwendigkeit von Bildung und vom Entstehen der Mittelschulen, und dass der Gymnasialabschluss, obwohl es sich dabei um ein wenig industrialisiertes Gebiet handelt, zu einem neuem Maßstab wurde. In dieser Zeit war nur jedes siebte Gymnasium staatlich, die anderen hatten einen kirchlichen Träger.

9. Eine Skizze aus dem jüdischen Volkschul- und Konfessionsunterricht in Földes.– Ein wesentlicher Bestandteil des Unterrichtswesens in Ungarn waren ab dem Ende des 18. Jhs. die jüdischen Grund-, ab Mitte des 19. Jhs. die jüdischen Mittelschulen. In Földes im Osten Ungarns lebte eine größere jüdische Gemeinde. Im folgenden Artikel wird der Unterricht für die Kinder dieser Gemeinde ab dem Verabschieden des Gesetzes über die Niederlassung und Glaubensfreiheit der Juden, erlassen von König Joseph II. (1780 – 1790) bis zu der Tragödie der Gemeinde im Jahr 1944 geschildert. Dem Leser werden anhand eines breit gefächerten Quellenmaterials Informationen über Lebensumstände, Glauben und Religion, Schulen und die Verbreitung bzw. inhaltliche Erweiterung des Unterrichts vermittelt.

10. Inhaltliche und methodische Eigenarten des Unterrichts an der Ludovika-Akademie. – Vor 1945 erfolgte die Schulung der Offiziere in der Ludovika-Akademie in Budapest. Der Verfasser des folgenden Artikels stellt Aspekte der Schulung in dieser Institution dar, die mehrere Jahrzehnte lang die Ausbildung der Elite des Militärs bestimmt haben. Es werden didaktische und methodische Fragen, der Lehrkörper, sein Benehmen als Beispiel für die Kadetten und die Erziehungsmethoden für die Festigung der Persönlichkeit behandelt, die alle miteinander dazu gedient haben, dass eine gut vorbereitete Militärelite aus der Akademie entlassen wurde. Interessant ist die Feststellung des Autoren, dass die Traditionen aus der Zeit der Monarchie auch noch zwischen den beiden Weltkriegen den Alltag in der Akademie bestimmt haben.

11. Über das pädagogische System von Árpád Kiss am Anfang seiner Arbeit. – Árpád Kiss (1907 – 1979) spielte eine wesentliche Rolle in der Entwicklung einer Konzeption für die Grundschulen, die 1945 eingeführt wurde, in der Zusammenstellung der Lehrpläne, in der Einführung des gesteuerten Unterrichtes und in der Entwicklung der Beziehungen zwischen der ungarischen und den internationalen Strömungen der Erziehungswissenschaft. Im folgenden Artikel wird Kiss’ Persönlichkeit anhand seiner frühen Arbeit v.a. in den 40-er Jahren skizziert. Der Verfasser des Artikels, der Sohn von Árpád Kiss, ist Professor und Forscher.

12. Vorschläge für die Präsentation von Áron Kiss’ Lebenswerk aus dem Anlass seines 160. Geburtstages – Áron Kiss (1845 – 1908) unterrichtete in mehreren pädagogischen Instituten, verfasste zahlreiche pädagogische Fachwerke, arbeitete in der Redaktion von unterschiedlichen Zeitschriften mit und war der geistige Vater und Organisateur des Instituts „Pädagogische Landesbibliothek und Pädagogisches Landesmuseum”. Im Artikel wird aus dem Anlass seines 160. Geburtstages im Jahr 2005 sein Lebensweg dargestellt und zu den Vorbereitungen für dieses Jubiläum aufgerufen.

13. Die Möglichkeiten der Differenzierung im pädagogischen Prozess. – Im folgenden Essay wird der historische Weg der bislang verwirklichten Differenzierung im pädagogischen Prozess beschrieben; die Veränderungen, wie dieser Begriff verstanden wurde und die Dokumente, die davon zeugen, werden auch vorgestellt. Schließlich wird die Beziehung von der Förderung des Differenzierungsvermögens zu der Verwirklichung der Differenzierung untersucht.

14. Die Vergangenheit des Karácsony-Sándor-Vereins für Erziehungsgeschichte. – Der Vorsitzende dieses Vereins, der vor einem Jahrzehnt in einem Komitat im Osten Ungarns gegründet wurde, stellt die bisherige Geschichte und die Arbeit des Vereins vor. Die mehr als 200 Mitglieder veranstalten zahlreiche Gedenkfeier und Konferenzen, geben Festschriften heraus. Ihr größtes Unternehmen ist das mehrbändige Biographie-Lexikon der Pädagogen aus dem Komitat. Auf die Veranlassung des Vereins, dessen Namensgeber der ehemalige Lehrstuhleiter der Universität Debrecen, Sándor Karácsony (1891 – 1952) ist, wurden bis jetzt zahlreiche Pädagogen ausgezeichnet.

15. Der Lehrstuhl für Erziehungsgeschichte in der Eötvös-Lóránd-Universität. – Das erste Mal in der Geschichte des Hochschulwesens in Ungarn wurde im Jahr 2003 innerhalb des Pädagogischen Instituts der Eötvös-Lóránd-Universität Budapest der Lehrstuhl für Erziehungsgeschichte gegründet. Lehrstuhlleiterin ist die Universitätsdozentin Frau Éva Szabolcs. Im Artikel werden die Unterrichts- und Forschungstätigkeit des Lehrstuhls, darunter die Forschungsgebiete der einzelnen Lehrer vorgestellt. Der Lehrstuhl hat ein Programm gestartet, damit Interessenten für die Erziehungsgeschichte ein Forum im Internet unter der folgenden Adresse finden: beszelgetokor-feliratkozas@primlista.hu

16. Professor Márton Horváth feiert sein 75. Geburtstag. – Über diesen herausragenden Gelehrten der Pädagogik wurden bereits Würdigungen und Laudationes von seinen Kollegen bzw. Studenten verfasst. In diesen werden seine bis heute erfolgreiche Unterrichtstätigkeit und seine Publikationen hervorgehoben. Unter den letzteren findet man mehrere, auch in internationaler Beziehung bedeutende Monographien und Studien. Horváths fachliche und öffentliche Tätigkeit u.a. in der Ungarischen Pädagogischen Gesellschaft ist hervorragend. In den letzten Jahrzehnten arbeitet er als Universitätsprofessor in der Eötvös-Lóránd-Universität Budapest.

17. In Erinnerung an László Gazda (1934 – 2003). – In der 15. Sitzung des debreciner Karácsony-Sándor-Vereins für Erziehungsgeschichte wurde eines Pädagogen und Museumsdirektoren gedacht, der durch seine fachliche und öffentliche Arbeit Herausragendes im Unterrichts- und Kulturwesen geleistet hat.

18. Die Makarenko-Tradition in der Ukraine. Das Jahrbuch der ukrainischen Makarenko-Gesellschaft.

19. Miklós Szabó: Russische Erziehungsgeschichte (988 – 1917). – Das wichtigste Werk in den letzten Jahrzehnten über die tausendjährige Geschichte der Pädagogik in Russland aus der Feder eines ungarischen Verfassers.

20. Ein neuer Sammelband einiger pädagogischen Schriften von Apáczai Csere János, des ungarischen Pädagogen aus Siebenbürgen, der in niederländischen Universitäten studiert hatte (17. Jh.)

21. Die Vorstellung der Lexikonreihe über die Biographie ungarischer Pädagogen, herausgegeben vom Verein für Erziehungsgeschichte im Komitat Hajdú-Bihar.

22. Dienen der Gemeinschaft – die Berufung des Pädagogen. – Eine Rezension des Bandes über Zoltán Rozsondai, eine herausragende Persönlichkeit der Pädagogenausbildung in Ungarn.

23. Die Mitarbeiterin des Instituts „Pädagogische Landesbibliothek und Pädagogisches Landesmuseum” stellt das Computer-Datensystem aller ungarischen Schulen, die damit verbundene Arbeit und Ergebnisse vor.

24. Der Dozent der Miskolcer Universität stellt in einem Essay die neuesten Werke über Erziehungsgeschichte vor.

25. Der Forscher der Geschichte der ungarischen Kindergärten, der bereits mehrere Arbeiten über dieses Thema publizierte, fasst in diesem Werk die Geschichte des im Jahr 1828 gegründeten ersten ungarischen Kindergartens bis einschließlich 1867 zusammen.





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