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2004. ÉVFOLYAM - 2. SZÁM

Szerkesztőség: Német rezümé



Im Blickpunkt: das Universitäts- und Hochschulwesen in Ungarn vor Bologna. (Auszüge, Buch in Bearbeitung.) Das Universitäts- und Hochschulwesen in Ungarn verfügte bis in die 70-er Jahre über bessere Zeiger als in der Mehrheit der westlichen Gesellschaften. Die Einheit von Forschung und Unterricht in den ungarischen Universitäten und Hochschulen wurde aber danach aufgelöst. Im Artikel werden die Erneuerungsversuche im Universitäts- und Hochschulwesen nach der Wende dargestellt. Der Verfasser untersuchte im Rahmen eines von dem Bologna-Prozess bedingten Forschungsprojekts, worin und inwiefern sich die Charakteristika der staatlichen und nicht staatlichen Universitäten und Hochschulen voneinander unterscheiden, welche Entwicklungstendenzen in ihnen zu beobachten sind und wie diese die weiteren Entwicklungsschritte und den Strukturwechsel beeinflussen. Er führte seine Untersuchungen mit Hilfe von Fragebögen durch. Ein wesentlicher Punkt dieser Umfragen war die Meinungsäußerung der StudentInnen über ihre Zufriedenheit mit den Sozialleistungen der Universitäten und Hochschulen, wie Stipendien, Wohnheime etc. Die nicht staatlichen Institutionen schnitten dabei besser ab.

Die pädagogische Erbe von 100 Jahren Nachmittagsbetreuung in der Ganztagesschule – und Europa. Im Jahre 2003 wurde die Ganztagsschule in Ungarn 100 Jahre alt. Der Verfasser gibt einen Überblick über diese Institution unserer pädagogischen Erbe, die in den 100 Jahren die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler begleitete, sie beim Lernen unterstützte und, damit verbunden, die Freizeitbeschäftigung und die Erziehung zur gesunden Lebensweise nach dem Vormittagsunterricht ermöglichte und anerkannt machte. Gleichzeitig äußert er Kritik darüber, dass die Aus- und Weiterbildung der Pädagogen, die in den Ganztagesschulen die Nachmittage gestalten, nicht das entsprechende fachliche Niveau erreichte und dass auch eine moralische und materielle Anerkennung dieser Pädagogen bis heute ausgeblieben sei. Der Artikel stellt einige Formen der Nachmittagsgestaltung in den Ganztagesschulen, die auch für andere europäische Länder als Beispiel dienen könnten, dar.

Die Geschichte der BWL in Ungarn von den den Anfängen bis zur Verselbständigung dieser Studienrichtung. Die Verfasserin des Artikels stellt durch die Anfänge der Ausbildung von Betriebswirten in Europa und in Ungarn des 19. Jhs. dar, wie sich eigenständige Institutionen zum Unterrichten von BWL herausgebildet haben. Die Anfänge reichen bis 1867 zurück. Als sich die Zeiger der Unter-, Mittel- und Oberstufen, zu deren Besuch die Kinder bis zu einem gewissen Alter verpflichtet waren, und die Zeiger der Industrie und der Handel qualitativ und quantitativ veränderten, wurde die qualitative Änderung der Ausbildung von Betriebswirten eine politische und wirtschaftliche Notwendigkeit. Die Geschichte der BWL in Ungarn war eng verbunden mit der Entwicklung der Wirtschaft. Die Autorin macht den Leser mit den wichtigsten Institutionen und den herausragendsten Lehrerpersönlichkeiten bekannt.

Die erste Professorin der BWL in Ungarn war Frau Takaróné Gáll Beatrix. Der Autor zeichnet ihren Lebens- und Arbeitsweg nach. Die Fachpädagogin und Lehrbuchautorin, die zahlreiche Studienfahrten unternommen hat, damit die BWL in Ungarn dem euroäischen Niveau entsprechend unterrichtet werden kann, promovierte 1940 zur Universitätsprofessorin. Sie studierte u.a. die Wirtschaft von Dänemark und der USA, besuchte Länder in Asien und Afrika. Im Mittelpunkt ihrer theoretischen Arbeit stand die Wirtschaftsethik. Ihr wichtigstes Werk behandelt auch diesen Bereich. Sie machte unter ungarischen Betriebswirten und Studenten viele internationale Fachbücher bekannt.

Der Unterstufenunterricht in Székesfehérvár in der Zeit des Dualismus (1867 – 1918) Der Autor gibt im zweiten Teil seiner Artikelreihe einen Überblick über sechs Jahrzehnte des Unterrichtswesens in der ehemaligen Königsstadt. Er stellt die Entwicklung des Schulnetzes ab 1867 bzw. ab der Verabschiedung des Volkschulgesetzes im Jahre 1868 bis zum Zusammenbruch der Monarchie dar. Eine besondere Bedeutung wird dabei den zwei Entwicklungsprogrammen für Volksschulen, die neben der Erhöhung der Zahl der Volksschulen sowohl in der inhaltlichen Arbeit, als auch in der Qualität des Unterrichts große Erneuerungen und Erfolge gebracht haben, zugeschrieben. Im Artikel werden auch die Inhalte und die Anforderungen der Grundfächer in der Unterstufe beschrieben.

Der gelehrte Lehrer – der lehrende Gelehrte: dr. Iván Kotsis, Professor der Architektur. Den Namen des Universitätsprofessoren und Schulgründers sucht man vergebens im ungarischen pädagogischen Lexikon. Der Verfasser des Artikels, der mit dem Gelehrten entfernt verwandt ist, macht den Leser mit Kotsis’ Leben und Werk und den Entbehrungen, die er nach 1948 wegen seiner Denkweise erleiden musste, bekannt. In den letzten Jahren wurde seiner öfters gedacht: seine Biographie erschien, eine Auszeichnung und eine Stiftung tragen seinen Namen, seine Statue wurde aufgestellt, man hielt eine Konferenz zu seinem Andenken und organisierte eine Ausstellung über sein Leben und Werk.

Aus der Vergangenheit der Kindergärten in Sárospatak. Die Autorin des Essays zeichnet bis 1948 ein Jahrhundert Geschichte, die Gründung und die Arbeit der zwei ältesten Kindergärten der nordungarischen Stadt, die übrigens eine große Tradition in der Schulgeschichte Ungarns hat (siehe u.a. Comenius), nach. Sowohl der katholische Kindergarten, der 1847 gegründet wurde, als auch der protestantische, den es seit 1929 gibt, wurden durch größere Investitionen von der Stadt, u.a. durch Stiftungen finanziert. In beiden Kindergärten wurde Toleranz gelebt, denn beide ermöglichten auch die Erziehung von Kindern mit anderer Religionszugehörigkeit. Im Artikel wird auch über den Lebensweg der ersten Kindergartnerinnen der beiden Institutionen berichtet.

Episoden aus der Geschichte der Grundschule von Dáka. Man findet diese kleine Gemeinde im Nordosten Ungarns, in der Gegend von der Stadt Pápa. Der Artikel gibt einen Einblick in das Schulleben der Kinder der protestantischen Bevölkerung von ca. 1700 bis zur Schließung der Schule im Jahre 1975. Von solchen Grundschulschließungen sind in den letzten Jahrzehnten unzählige kleine Gemeinden betroffen und diese Tendenz hält bis heute an. Der Verfasser zitiert aus den Protokollbüchern der Schulaufsicht, die Zitate zeigen die kulturgeschichtliche Rolle der Dorfschule, die es immerhin über 200 Jahre gab.

Pädagogisches Reformdenken in den Schriften von Gábor Kemény nach 1945. Gábor Kemény (1883 – 1948) war ein bedeutender Vertreter der progressiven Pädagogik in Ungarn. Der Artikel zeichnet die wichtigsten Stationen seines Lebens und seine Rolle in der Pädagogik, im öffentlichen Leben und in der Publizistik in seinen letzten Lebensjahren nach. In seinen Studien, die nach 1945 entstanden, bearbeitete er Themen und Probleme, die im pädagogischen Denken heute noch aktuell sind, so u.a. das Verhältnis der Erziehung des Einzelnen zur Erziehung der Gemeinschaft, die Unterschiede zwischen Theorie und Praxis der Pädagogik in den Schulen. Der Verfasser des Artikels hält Keménys Vorstellungen über die Reformierung des Unterrichts auch heutzutage noch relevant.

Sprachpolitik und Sprachunterricht für die Minderheiten im ungarischen Schulwesen. Unter allen Minderheiten in Ungarn ist die deutsche Minderheit die einzige, die in einer Weltsprache unterrichtet wird. Deutsch war als eine Sprache der Monarchie länger als ein Jahrhundert Pflichtfach in den ungarischen Mittelschulen. Die Autorin des Essays untersucht, welche gesellschaftspolitischen Hintergründe der Deutschunterricht in dieser Zeit hatte und wie die unterschiedlichen Bildungsgesetze den Schulunterricht beeinflussten. Sie hebt auch Probleme hervor, die in der ersten Hälfte des 20. Jhs auf den Deutschunterricht eine große Wirkung hatten.

Das Reformandenkollegium von Pápa in der Zeit des Dualismus. Die im ersten Drittel des 16. Jhs gegründete protestantische Institution hat bis heute ihr Profil und ihre Traditionen bewahrt. Der Verfasser des Essays stellt diese Traditionen in der Erziehung und im Unterricht zwischen 1867 und 1918 dar und beschreibt, welchen Kampf man für das Fortbestehen des Reformandenkollegiums führen musste. Er macht den Leser außerdem mit Leben und Werk von einigen herausragenden Lehrerpersönlichkeiten, u.a. von Lajos Tarczy, István Bocsor und Ferenc Vály bekannt. In der Institution arbeiten heute ein Gymnasium und eine theologische Hochschule.

Die Lehrer der ehemaligen Staatlichen Pädagogischen Hochschule Pápa. In der Stadt, die auch heutzutage als Schul- und Universitätsstadt bekannt ist, arbeiteten in der ersten Hälfte des 20. Jhs viele Gelehrten. Der Verfasser des Artikels hebt Leben und Werk von drei herausragenden Persönlichkeiten von ihnen hervor. János Pethes war Direktor der Institution und verfasste zahlreiche Bücher, die Lehrer Ferenc Biczók und Gábor Uherkovich erlangten heimischen und internationalen Ruhm als Biologe. Letzterer wurde von mehreren ausländischen Institutionen zum Mitglied gewählt. In Ungarn bekam er erst nach dem Systemwechsel moralische und fachliche Anerkennung.

Die ungarische Pädagogik zählt den Pädagogen, dessen im folgenden Artikel gedacht wird, zu den bekanntesten Forschern, Universitätsprofessoren, Autoren von bedeutenden Werken und zu den bedeutendsten Persönlichkeiten im öffentlichen Leben Ungarns. Er war Marxist, aber viele seiner Artikel und Werke enthalten wertvolle Gedanken auch für die heutige Pädagogik.

Schola-Orbis: eine Konferenz mit dem Thema „Forschung der Schulgeschichte im Karpatbecken”. Im Jahre 1996 wurde das Programm gestartet, das sich das Ziel gesetzt hat, die Geschichte von Schulen in Ungarn, die in einer fremden Sprache und von Schulen, die im Ausland auf Ungarisch unterrichten, aufzuarbeiten. Die zweite Konfrenez für die Forscher, die in diesem Programm mitarbeiten, wurde in Budapest organisiert. In der Konferenz hielten viele Wissenschaftler aus dem Ausland einen Vortrag. Unter den Teilnehmern waren drei ungarische Wissenschaftler, Mihály Balogh, Miklós Bényei, Ágnes Vámos, Pál Lászlófy aus Siebenbürgen, Lajos Thurzó aus der Woiwodschaft, László Göncz aus Slowenien, Miklós Kováts aus Oberungarn und Ildikó Orosz aus der Karpaten-Ukraine.

Unsere pädagogische Erbe und Europa. Im Zusammenhang mit Ungarns Eintritt in die Europäische Union wurde eine regionale Konferenz in Tatabánya gehalten. Nach dem Vortrag von Frau Katalin Drozdik aus der Slowakei, in dem sie über die Lage der ungarischen Schulen in Oberungarn sprach, wurden über die pädagogische Erbe Ungarns und ihren Stellenwert unter den Traditionen in Europa Meinungen gehört und diskutiert. Es wurde geäußert, welche gemeinsamen Merkmale die Pädagogik in Ungarn und unser europäisches Denken charakterisieren, was aus unserer Tradition verändert und was behalten werden sollte, und wie Ungarn Europa durch seine pädagogische Erbe bereichern kann.

Die Pädagogik in der Zeit des Dualismus. Eine Konferenz für Erziehungsgeschichte in Győr. Die Arbeitskomitee für Erziehungsgeschichte des Veszprémer Bezirksinstituts der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, die Fachhochschule Apáczai aus Győr und die Kodolányi-János-Gesamthochschule Székesfehérvár organisierten eine Tageskonferenz zum Thema „Die Geschichte der schulischen Erziehung in Ungarn zwischen 1867 und 1918”. Die telnehmenden Forscher, unter ihnen Hochschul- und Universitätslehrer, hielten Vorträge u.a. über hundert Jahre Nachmittagsbetreuung in der Ganztagesschule, über verschiedene Institutionen, Leben und Arbeit von wichtigen Pädagogen und über eine pädagogische Zeitschrift. An der Konferenz nahmen auch Studenten teil.

In seiner Artikelreihe „Unsere pädagogische Erbe” schreibt Elemér Kelemen darüber, dass den erfolgreichen Epochen unserer Geschichte immer eine sichtbare und effektive Expansion des Unterrichtswesens, der Schulen vorangegangen ist, ja diese war die Voraussetzung, die Fundierung für die Entwicklung: sie war eine vorantreibende Kraft, der Motor der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung, des Aufwärtsstrebens, der Modernisation. Er hält deswegen den innovativen, mit der gesellschaftlichen Entwicklung vorwärtsstebenden Charakter der ungarischen Schulen für erhaltenswert.
László Trencsényi hält das Programm der Arbeit in den ungarischen Schulen aus den 70-ern, die Kinderbewegung, die Innovation der Kulturzentren, das Programm für die Entwicklung der allgemeinen Kenntnisse der Kinder, die Kinderliteratur, die Schul-TV und das Schulradio für unsere einzigartig wertorientierte Erbe.

Der Verfasser der Rezension stellt dem Leser ein Werk aus den Arbeiten von dem berühmten Pädagogen aus Siebenbürgen, Apáczai Csere János (1625 – 1659), vor. Lajos Orosz stellte das Buch zusammen, er schrieb die Einleitung und übersetzte die lateinischen Texte.

Sándor Komlósi, Universitätsprofessor, stellt den Posthum-Band von Ágost Gyulai: „Geschichtliches Anschauungsmaterial aus der Zeit des ersten Weltkrieges” vor. Redakteurin: Katalin Lányi. Der Band existierte bis jetzt lediglich als Manuskript.

Die Erziehungshistorikerin Katalin Lányi rezensiert das Werk „Ein Lesebuch über den Pädagogen” von András Petró, in dem die bedeutendsten Pädagogen der letzten Jahrhunderte dargestellt werden.

László Jáki, Historiker und Museologe stellt das von drei Verfassern geschriebene Werk  über den Komponisten Pál Kardos , erschienen in der Reihe „Der gelehrte Lehrer – der lehrende Gelehrte”, dar.

Der Rezensent stellt das in der Pädagogik auch international bedeutende Werk von Miklós Szabó: „Die Geschichte der Erziehung in Russland (988 – 1917)” vor.

Die Computer-Datenbank über die Schulgeschichte: SCHOLA-ORBIS. Die Verfasser der Rezension arbeiten aktiv an der Zusammenstellung der Daten der ungarischen Nationalitäten-Schulen im Karpatbecken und der Nationalitäten-Schulen in Ungarn. Die fortlaufend erweiterte Datenbank ist eine wichtige Quelle der Forschungen.





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